Bestellter Artikel nicht lieferbar - Was können Sie tun?

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Viele Online-Händler kennen das Problem: Der Kunde bestellt eine Ware in ihrem Online-Shop, die sich später als nicht lieferbar herausstellt. Dürfen Sie dann die Bestellung des Kunden einfach stornieren oder müssen Sie eventuell sogar Schadensersatz zahlen? In unserem Rechtstipp der Woche erklären wir Ihnen, welche Pflichten Sie in diesem Fall treffen.

 

Lieferpflicht nur bei wirksamen Vertragsschluss

Schon die alten Römer wussten: pacta sunt servanda – Verträge sind einzuhalten. Eine Verpflichtung zur Lieferung der bestellten Ware trifft Sie daher nur, sofern zwischen Ihnen und dem Kunden ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen ist.

Ob ein Vertrag im Online-Handel wirksam geschlossen wurde, ist jedoch gar nicht so leicht zu beantworten und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sie finden alles Wichtige rund um das Thema Vertragsschluss in diesem Rechtstipp der Woche.

 

Kann sich der Händler vom Vertrag lösen?

Liegt ein wirksamer Vertragsschluss vor und können Sie das bestellte Produkt unter keinen Umständen liefern, ist diese Situation für beide Vertragsparteien sehr ärgerlich. Viele Händler stellen sich daher die Frage, ob sie sich dann vom Vertrag lösen können. Es ist ein jedoch ein weitverbreiteter Mythos, dass der Online-Händler die Bestellung des Kunden ohne Weiteres stornieren kann.

Ihnen steht, anders als dem Verbraucher, auch kein Widerrufsrecht zu. Das Widerrufsrecht dient einzig dem Verbraucherschutz. Des Weiteren scheidet ein Rücktritt vom Kaufvertrag gemäß § 323 Abs. 1 BGB ebenfalls aus, da dieser nur bei einer Pflichtverletzung der Gegenseite (z.B. im Fall der Zahlungsverweigerung) möglich ist.

Einen „Rettungsanker“ für den betroffenen Online-Händler bietet das Anfechtungsrecht. Eine Anfechtung ermöglicht Ihnen, Ihre auf Abschluss des Vertrages abgegebene Willenserklärung zu „vernichten“. Sie wird dann so behandelt, als hätten Sie diese Erklärung nie abgegeben.

 

Können Sie den Vertrag anfechten?

Damit Sie Ihre Willenserklärung anfechten können, muss zunächst ein Anfechtungsgrund bestehen. Von den gesetzlich geregelten Fällen kommt nur ein sog. Erklärungsirrtum gemäß § 119 Abs. 1 2. Alt. BGB in Betracht. Dieser liegt vor, sofern Sie sich bei der Abgabe Ihrer Erklärung verschreiben oder sonst vertuen.

Beispiel:

Erfolgt die Annahme der Bestellung manuell per E-Mail, so ist ein Erklärungsirrtum möglich wenn, der Händler versehentlich seine „Annahme“-Vorlage statt der „Ablehnungs“-Vorlage benutzt.

Fehler einer computergefertigten Erklärung können angefochten werden, soweit auch diese auf einen Bedienungsfehler zurückzuführen sind, der bei Abgabe der Erklärung erfolgt ist. Dies ist so zu werten, als wenn Sie sich als Erklärender vergreifen oder verschreiben. Dasselbe gilt bei fehlerhaftem Datentransfer, wenn die Erklärung zwar richtig eingegeben, aber durch eine unerkannt fehlerhafte Software des Erklärenden unrichtig (verfälscht) an den Empfänger weitergeleitet wird.

Beispiel:

Wenn Sie einen Artikel versehentlich als „lieferbar“ markieren, obwohl Sie eigentlich „nicht lieferbar“ anklicken wollten, ist dies ein Erklärungsirrtum. Hier kommt eine Anfechtung in Betracht.

Stellen Sie den Artikel aber bewusst als „lieferbar“ ein, da sie davon ausgehen, dass Sie diesen noch auf Lager haben (obwohl dies nicht der Fall ist), handelt es sich um einen unbeachtlichen Motivirrtum.

Wenn Sie einen Vertrag anfechten möchten, müssen Sie den Kunden unverzüglich informieren. Dies führt zur Nichtigkeit des Vertrags und Ihre Lieferpflicht entfällt.

Hinweis:

Beachten Sie, dass die Erklärung der Anfechtung fristgebunden ist. Dabei unterscheiden sich die jeweiligen Fristlaufzeiten in Abhängigkeit des im konkreten Fall maßgeblichen Anfechtungsgrundes. Die Anfechtung muss unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern erfolgen.

 

Darf der Kunde auf die Lieferung bestehen?

Sie können einen einmal geschlossenen Kaufvertrag nicht einfach so stornieren und bleiben grundsätzlich zur Lieferung der Ware verpflichtet. In einigen Ausnahmefällen erlischt ihre Leistungspflicht jedoch trotzdem. Dies ist z. B. dann der Fall, sofern Ihnen diese Pflicht nach § 275 Abs. 1 BGB unmöglich ist. Haben Sie Ihrem Kunden etwa eine bestimmte gebrauchte Ware oder ein Unikat verkauft und wird diese Ware oder das Unikat zerstört oder an einen anderen Käufer übereignet, der zur Herausgabe nicht bereit ist, ist Ihnen die Erfüllung des Kaufvertrages unmöglich. Dies liegt daran, dass Sie Ihrem Kunden die gekaufte Ware oder das Unikat nicht mehr übergeben und übereignen können. Unmöglichkeit der Lieferung kann daher bei dem Verkauf von Gebrauchtwaren, Kunstgegenständen oder sonstigen Unikaten (sog. Stückschuld) vorliegen.

Bei dem Verkauf von Serienartikeln und Massenartikeln, die auch Ihre Konkurrenz verkauft (sog. Gattungsschuld), dürfte Unmöglichkeit regelmäßig ausschieden. Besteht Ihr Kunde auf die Lieferung, müssten Sie das gewünschte Produkt gegebenenfalls bei einem anderen Händler besorgen und es dem Kunden liefern. Unmöglich ist die Leistungserbringung in dieser Konstellation nur dann, sofern die gesamte Gattung untergegangen wäre und Sie das betroffene Produkt daher auch selber nicht mehr erwerben können.

 

Wann darf der Kunde Schadensersatz verlangen?

Sofern Sie Ihren Kunden darüber informieren, dass die bestellte Ware nicht mehr lieferbar ist, verlangen Kunden häufig Schadensersatz. Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht jedoch nur, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Diese unterscheiden sich jeweils nach dem Grund des Lieferengpasses.

Ist Ihnen die Lieferung der Ware unmöglich und lag die Unmöglichkeit schon vor dem Vertragsschluss vor, richtet sich der Schadensersatzanspruch Ihres Kunden nach § 311a Abs. 2 BGB. Es kommt dann darauf an, ob Sie die Unmöglichkeit kannten oder kennen mussten.

Ist das Leistungshindernis hingegen nach Vertragsschluss eingetreten, ist entscheidend, ob Sie die Nichtleistung zu vertreten haben (§ 280 Abs. 1 S. 2 BGB). Dies gilt auch für die nach Vertragsschluss eingetretene Unmöglichkeit. Dass Sie die Nichtlieferung zu vertreten haben, wird durch das Gesetz widerlegbar vermutet, sodass Sie das Gegenteil nachweisen müssen.

Beispiel:

Stellt der Händler erst nach Vertragsschluss fest, dass er das letzte Mountainbike aus seinem Vorrat bereits veräußert hat, so kommt es darauf an, ob er bei Anwendung der üblichen Sorgfalt dies bereits vor Vertragsschluss erkennen konnte. Dies wäre in aller Regel zu bejahen. Passiert dies jedoch nach Vertragsschluss, kommt es auf die Veräußerung selbst an, die der Händler ohne weiteres zu vertreten hat. Nicht pauschal lässt sich hingegen der in der Praxis häufige Fall der Nichtbelieferung durch den Großhändler beurteilen. Diese bedarf aufgrund der komplexen Kriterien der Rechtsprechung stets einer Einzelfallprüfung.

Ein Schadensersatzanspruch besteht des Weitern nur, wenn dem Kunden überhaupt ein Schaden entstanden ist. Dies muss der Kunde Ihnen gegenüber jedoch nicht nur behaupten, sondern auch nachweisen. Zudem ist auch bei der Frage, welche Schäden überhaupt ersatzfähig sind, zu differenzieren:

 

Welche Schäden sind ersatzfähig?

Haben Sie die Nichtlieferung der Ware zu vertreten und ist dem Käufer ein Schaden entstanden, müssen Sie diesen Schaden ersetzen. Der Käufer ist dabei so zu stellen, wie er gestanden hätte, sofern Sie die Ware geliefert hätten.

Ein Schadensersatzanspruch Ihres Kunden besteht aber auch dann, sofern Sie den Kaufvertrag aufgrund eines Erklärungsirrtums wirksam angefochten hätten. Auf ein Verschulden kommt es in diesem Fall nicht an. Sie hätten dem Kunden in diesem Fall denjenigen Schaden zu ersetzen, den Ihr Kunde dadurch erleidet, dass er auf die Gültigkeit der Erklärung vertraut.

Beispiel:

Der Kunde bestellt beim Händler eine Markentasche im Wert von 400 Euro zum Preis von 250 Euro. Hätte der Kunde das Angebot des Händlers nicht gesehen, so hätte er dieselbe Tasche beim Konkurrenten noch für 300 Euro gekauft.

Im Fall der Anfechtung beträgt der ersatzfähige Schaden 100 Euro. Er ist so zu stellen, als ob der Vertrag nicht zustande gekommen ist, andernfalls – 150 Euro, da er bei einer ordnungsgemäßen Lieferung 150 Euro „Gewinn“ gemacht hätte.

 

Unser Tipp

Können Sie trotz Vertragsschluss die bestellte Ware nicht liefern, schulden Sie im Regelfall zumindest Schadensersatz. Vor solchen Konstellationen können Sie sich in erster Linie durch den Einsatz eines funktionierenden Warenwirtschaftssystems schützen, das gerade die Bestellung von ausverkauften Waren verhindert.

Vertragsrechtliche Absicherungen in den AGB sind hier nur sehr bedingt möglich: Insbesondere können Sie sich nicht pauschal vorbehalten, vom Vertrag zurückzutreten, wenn die Ware anders als im Shop angegeben, doch nicht verfügbar ist (BGH, Urteil vom 21.09.2005, VIII ZR 284/04). Neben der Auseinandersetzung mit dem Kunden besteht aber auch das Risiko einer Abmahnung durch den Mitbewerber. So hat das OLG Hamm  die Werbung mit nicht verfügbaren Waren für wettbewerbswidrig erklärt (Urteil vom 11.08.2015, 4 U 69/15).

Diesen Tipp der Woche haben wir ursprünglich im Februar 2016 mit Tanya Stariradeff als Autorin veröffentlicht und jetzt für Sie noch einmal auf aktuellsten Stand gebracht.

 

Über die Autorin


Madeleine Winter ist Master of Laws (LL.M.) und als Legal Consultant bei der Trusted Shops GmbH tätig. Im Rahmen ihrer Tätigkeit betreute sie den Audit-Prozess deutscher und österreichischer Key Accounts und setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit den für Online-Shops relevanten Rechtsgebieten, insbesondere dem Fernabsatz- und E-Commerce-Recht auseinander. Sie ist Blog-Autorin, an größeren Beratungsprojekten v.a. zum Bestellprozess-Relaunch von Online-Shops beteiligt und betreut die Trusted Shops Abmahnschutzpakete.

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Kommentare

Hallo Frau Stariradeff,
mich würde mein Fall natürlich rein Rechtlich interessieren.
Ich habe bei einem großen Händler (sowohl online als auch Ladengeschäfte) eine D7200 Kamera gekauft. Grund dort zu kaufen war ein besonderes Angebot. Der Händler hat einem die Mehrwertsteuer auf den Kaufpreis gutgeschrieben. Zum Zeitpunkt des Kaufs war auch eine zusätzliche Aktion von diesem Händler mit Nikon zusammen über ein 100€ Cache Back in Form von einem Warengutschein über 100€. Ich habe also Online gekauft.
Rechnen wir hier mal mit 750€ + einen Gutschein im Wert von 100€.
Der Händler hat mir umgehend mitgeteilt, dass die Ware zurzeit nicht zur Verfügung steht und einen Liefertermin könne er nicht mitteilen. In diesem Zusammenhang hat er mir eine Rückabwicklung vorgeschlagen. Vorher hatte ich aber eine Bestätigung bekommen, dass der Kaufvertrag zustande gekommen ist.
Im Normalfall ist diese Kamera für ca. 950€ bei diversen Händlern online sofort verfügbar. Die Frage ist also, ob ich bei dem Händler insgesamt 300 € Schadensersatz fordern kann, um mir dann eine Kamera von einem anderen Händler für den „gleichen Preis“ kaufen zu können? Welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden? Und vor allem, ab wann kann man diese Forderungen stellen?
Ich würde mich sehr über Ihre Tipps freuen
MFG
Andreas

Von Andreas | 01.02.2017 09:59

Sehr geehrte Frau Stariradeff,

vielen Dank für Ihre Erklärungen. Trotzdem frage ich mich, lohnt sich für mich der Gang zum Anwalt oder gebe ich besser auf?

Zum Fall: Ich habe auf der Plattform DaWanda zwei alte, aufgearbeitet Nachtschränkchen zum Superpreis von 90€ gekauft.
Der Kauf wurde autom. bestätigt. Sagen muss ich noch, dass die AGB von seiten DW es vorschreiben, dass man die Artikel vorrätig hat oder wieder fertigen kann.
Am Tag nachdem Kauf erhielt ich die Nachricht der Verkäuferin, dass die Schränkchen schon verkauft seinen.
Ich denke aber, die Verkäuferin hat bemerkt, dass sie einen Fehler machte -was sie mittlerweile auch zugibt, und nur einen Schrank für den eingestellten Preis verkaufen wollte.
Nach einigen Mails hin und her, zeigte heute meine Bankkonto eine Rückerstattung wegen Widerrufs(???).
Die Verkäuferin ist zwar Inhaberin eines Unternehmens, aber wohl nicht sehr firm in rechtl. Belangen, worauf auch der etwas eigenwillige Einstrag -statt AGB?, in ihrem Shop hinweisen.
Für mich gibt es nun nur eine Frage: Rechtsanwalt einschalten?
Denn ich bin nach wie vor der Ansicht, die Schränke befinden sich noch im Eigentum der VK und ich wäre mehr als enttäuscht, wenn ich sie nicht doch noch bekäme.
MfG S.B.

Von Sigrid Blum | 08.08.2017 18:58

Hallo Frau Blum, vielen Dank für Ihren Kommentar. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf diesem Wege keine Rechtberatung für konkrete Fälle leisten können. Grundsätzlich gilt: Ist der Kaufvertrag zustande gekommen, hat der Käufer einen Anspruch auf Lieferung der Ware. Der Lieferanspruch kann jedoch untergehen, wenn die Lieferung unmöglich geworden ist, z.B. weil der Verkäufer die Ware – Stückschuld oder konkretisierte Gattungsschuld – nicht mehr vorrätig hat. Dies muss der Verkäufer nachweisen. In einem solchen Fall hat der Käufer nur Anspruch auf Schadensersatz, wenn ihm tatsächlich einen Schaden entstanden ist. Kann der Käufer keinen Schaden nachweisen, kann er vom Verkäufer nur die Rückzahlung des ggf. bereits gezahlten Kaufpreises verlangen. Beste Grüße, Tanya Stariradeff

Von Tanya Stariradeff | 29.08.2017 16:27

Der normale Verbraucher ist der Leidtragende.
Mitlerweile bieten Händler auf bis zu teilweise 4 Plattformen den selben Artikel an. Kauft man, hat man das nachsehen da der Händler den Kauf abbricht und sicvh darauf beruft keinen Ersatz herzubekommen. Hier ist eine Lücke im Verbraucherschutz die die Händler dreist nutzen.
Nur wer Klagt schon wegen 30€.

Von chris M | 31.12.2017 17:43

Immer noch viel zu viele Schlupflöcher, mit denen sich Händler aus der Verantwortung ziehen können. Alleine schon, dass erst die Bestellung eines Kunden heute als "Angebot" gillt, das vom Händler noch angenommen werden muss, entbehrt jeglicher Logik. Nach gesundem Menschenverstand ist das Angebot bereits durch das Listing im Webshop und die Möglichkeit, für diesen Artikel den Bestellvorgang abzuschließen gegeben und die Bestellung des Kunden stellt die Annahme dar. Bereits ab diesem Zeitpunkt sollte auch eine Verpflichtung zur Lieferung bestehen. Da es im Computerzeitalter problemlos möglich ist, Warenbestände in Echtzeit zu verwalten, fehlt mir für Händler wie @Mareike jedes Verstädnis. Auch wenn man ein Ladengeschäft parallel zum Internethandel betreibt, kann ein Artikel schon in dem Moment aus dem Webshop verschwinden, wo er im Laden über den Barcode-Scanner gezogen wird.

Von Bachsau | 12.02.2018 08:48

@Von Bachsau
Sie schreiben so schön, dass Warenbestände im Computer-Zeitalter in Echtzeit verwaltet werden könnten ... Dies ist in der Theorie richtig. In der Praxis gibt es aber viele Schwierigkeiten, die Sie leider nicht hinreichend berücksichtigen und die trotz aller Vorsicht immer wieder zu Problemen führen. Bei Amazon beispielsweise kann der Händler - rein theoretisch - seine Bestände in Echtzeit aktualisieren. Amazon jedoch behält sich vor, die Aktualisierung erst nach 15 Minuten online einzupflegen ...
Es gibt trotz "Echtzeit" Zeitverlust durch Übertragung der Daten. Keines der vielen Verkaufsportale auf denen Händler heute ihre Waren anbieten, ermöglicht tatsächlich eine Echtzeit-Synchronisierung. Hierfür fehlen den meisten Händlern bereits die technischen Möglichkeiten, um eine solche Anbindung überhaupt sinnvoll zu gewährleisten. Überlicherweise werden die Daten als Flatfile übertragen und dann im System des Portals verarbeitet. Die Übertragung einer "kleinen" Datei von "nur" 4 MB mit Daten zu ca. 4.000 Artikeln braucht einiges an Zeit. Die benötigte Zeit erhöht sich entsprechend, wenn mehrere Plattformen mit Daten beliefert werden müssen. Dann kommt die jeweilige Verarbeitungszeit der Daten dazu.
Was im Unternehmen vielleicht noch funktioniert (wobei es auch hier bereits in etlichen Kaufhäusern zu mehr oder weniger großen Problemen kommen dürfte), ist sobald Daten über das Internet hinweg plattformübergreifend synchronisiert werden müssen leider eben nicht mehr in "Echtzeit" möglich und wenn dann auch nur in der Theorie, jedoch nicht in der Praxis.

Von Ralph P. | 10.08.2018 10:21

Gilt dieses Recht auch innerhalb der EU oder nur für Deutschland?

Von Vincent Stolle | 29.11.2018 19:25

Hallo Herr Stolle, vielen Dank für Ihren Kommentar. Die im Artikel beschriebenen Rechtsgrundlagen und Rechtsprechung beziehen sich auf Deutschland. Viele Grüße, Anne Lehmann

Von Anne Lehmann | 23.01.2019 17:24

Guten Tag, ich suche Hilfe bei einem Problem zu diesem Thema. Ich brauche keine spezielle Rechtsberatungen, nur Meinungen ;).
Ich habe im Juli mit PayPal ein Kofferset gekauft. Der Kauf wurde angenommen. Auch nach mehrmaligem anmahnen ist das Set nicht geliefert worden. Nun habe ich den Käuferschutz aktiviert. Das Geld wurde kommentarlos zurück überwiesen. Problem ist nur, der Betrag war in Dollar zu entrichten. Ich habe durch dieses Geschäft 3€ Währungsverlust erlitten. Kein großer Betrag, aber ich bin sehr sauer über dieses Verhalten. Allein schon diese 3€ währen doch eigentlich ein erstattbarer Verlust? Oder sehe ich das falsch? Vielen lieben Dank!
Grüße Sebastian

Von Sebastian | 15.01.2019 16:26

Hallo Sebastian, vielen Dank für Ihren Kommentar. Nach deutschem Recht wäre bei Nichtlieferung die Fristsetzung durch den Käufer erforderlich. Wird die Ware nicht fristgemäß geliefert, kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten. Inwiefern es sich bei dem Währungsverlust um einen ersatzfähigen Schaden handelt, lässt sich auf Grundlage Ihrer Schilderung nicht bewerten. Viele Grüße, Anne Lehmann

Von Anne Lehmann | 24.01.2019 10:42

Vielen Dank für den Artikel! Er gibt Kunden, welche mit dem Problem nicht lieferbare Käufe kämpfen, etwas Sicherheit zurück.

Wir haben "offline" in einem Möbelhaus ein Sofa gekauft. Jetzt wurde uns telefonisch mitgeteilt, dass dieses in der im Kaufvertrag definierten Kombination (das Model mit dem gewählten Bezug) vom Hersteller nicht hergestellt werden kann.

Das Möbelhaus setzt uns nun unter Druck, dass wir persönlich dort erscheinen müssen um die Sache zu klären. Desweiteren weigern sie sich uns die Informationen, dass sie die Ware nicht liefern können, schriftlich mitzuteilen.

Wir haben ihnen telefonisch schon mitgeteilt, dass wir dann einfach nur unser Geld zurück möchten und die Sache wäre für uns erledigt. Schadensersatz wollen wir gar nicht. Einfach nur die geleistete Zahlung zurück.

Können sie uns zwingen persönlich dort zu erscheinen nachdem wir ja unsere vertraglichen Pflichten erfüllt haben und sie es sind, die ihre nicht erbringen? Und ist die uns telefonisch mitgeteilte Information ausreichend oder müssten sie uns dies schriftlich mitteilen?

Von Veronica M. | 29.01.2019 21:28

Hallo Frau M., vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir an dieser Stelle keine individuelle Bewertung Ihrer Frage im Rahmen der Kommentarfunktion vornehmen können. Viele Grüße, Anne Lehmann

Von Anne Lehmann | 01.02.2019 10:16

Guten Tag,

was ist mit einem direkten Hinweis auf der Bestellbestätigung, dass der Kaufvertrag erst mit der Annahme oder mir dem Versand der Ware zustande kommt?

Viele Grüße

Von Manuel | 08.07.2019 11:21

Hallo Manuel, vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich können Onlinehändler den Vertragsschluss in den AGB regeln. Das bedeutet, dass ein Hinweis in der Bestellbestätigung zu spät kommt. In den AGB kann jedoch nicht in jedem Fall beliebig geregelt werden, wann der Vertrag zustande kommen soll. Zum einen darf ein Verbraucher nicht beliebig lange an sein Angebot gebunden sein und zum anderen hängt der Zeitpunkt des Vertragsschlusses auch von den Zahlungsarten ab. Eine Übersicht zum Thema finden im Artikel meiner Kollegin Frau Stariradeff: https://shop.trustedshops.com/de/rechtstipps/2016/02/11/sichere-agb-so-gestalten-sie-ihre-vertragsschluss-klauseln-richtig Ich hoffe, diese Ausführungen helfen Ihnen. Beste Grüße, Frieder Schelle

Von Frieder Schelle | 08.07.2019 15:52

Wenn ein Artikel nicht lieferbar ist, dann kann ihn auch kein anderer Händler liefern. Die Lieferung ist somit unmöglich und § 275 Abs. 1 BGB kommt ins Spiel. Nur weil ein Händler diesen Artikel gerade nicht mehr auf Lager hat, dann hat dieser Händler gerade einen Fehlbestand, trotzdem ist der betreffende Artikel bei anderen Händlern lieferbar. Die Überschrift und der Text dazu ist somit völlig fehl am Platz.

Von Jens | 08.07.2019 11:29

Hallo Jens, vielen Dank für Ihr konstruktives Feedback. Gerne möchte ich Sie dabei unterstützen, die Überschrift und den Text besser einordnen zu können. Wenn ein Artikel nicht lieferbar ist, kann das verschiedene Gründe haben. Es kann, wie Sie richtig ausführen, vorkommen, dass andere Händler den Artikel liefern können. Es ist jedoch auch denkbar, dass ein Artikel gar nicht mehr lieferbar ist. Das sind verschiedene Fälle und diese werden im Artikel differenziert behandelt. Auch die Unmöglichkeit der Leistung wird im Artikel beleuchtet. Ich hoffe, meine Ausführungen helfen Ihnen. Beste Grüße aus Köln, Frieder Schelle

Von Frieder Schelle | 08.07.2019 14:52

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